|
Bechermalve (Lavatera trimestris) |
|
|
|
Die Bechermalve (Lavatera trimestris) ist eine einjährige, robuste Pflanze aus der Familie der Malvengewächse. Mit ihren zahlreichen becherförmigen Blüten zählt sie zu den schönsten Sommerblumen und ist in Kübeln und im Staudenbeet gleichsam attraktiv. Bechermalven sind äußerst pflegeleicht und können auch Trockenheit vertragen. Da sie schon im ersten Jahr nach der Pflanzung mit buschigem Wuchs und üppiger Blüte beeindrucken, eignen sich die Bechermalven hervorragend für neu angelegte Gärten. Besonders attraktiv zur Geltung kommen die Pflanzen in Verbindung mit Rittersporn, Verbenen oder Iris. Zwischen Juli und Oktober zeigen sich die zahlreichen weißen, rosa oder roten Blüten. Werden die Knospen zeitig geschnitten, sind sie bis zu zwei Wochen in der Vase haltbar und entfalten dort ihre Blüte. Die Bechermalve eignet sich auch bestens als Trockenblume. Zu den attraktivsten Sorten zählen die weiße Mont Blanc, die rosa blühende Silver Cup, sowie die karminrote Variante Tanagra.
Die Bechermalve stammt ursprünglich aus Nordafrika und dem Mittelmeerraum. Die Pflanzen bevorzugen einen sonnigen Standort auf einem humusreichen lockeren Boden. Auch Kalk- oder Sandböden sind geeignet. Ist der Boden allerdings zu nährstoffreich, zeigen sich nur wenige Blüten. Die Bechermalve benötigt viel Wasser, verträgt allerdings keine Staunässe. Staudenhalter geben den Pflanzen Form und schützen vor Windbruch. Werden die verblühten Triebe regelmäßig entfernt, dankt es die Pflanze mit langer ausdauernder Blüte.
Die Bechermalve säht man im zeitigen Frühjahr aus. Bei einer Temperatur von 20 Grad keimen die Pflanzen nach etwa 20 Tagen. Die Sämlinge können ab Mai in Abständen von 60 Zentimetern ins Freiland umziehen. Bechermalven sind frostempfindlich und sollten im Winter mit einer Laubschicht vor Kälte geschützt werden. Zeigen sich an den Blattunterseiten dunkle Sporen, welche hervortreten und auf der Oberseite helle Flecken, ist die Pflanze von Malvenrost befallen. Hier kann ein Aufguss aus Farnen oder Schachtelhalmen hilfreich sein. Auch sollte man den Standort wechseln und die Bechermalve eventuell in ein Dahlienbeet umsetzen. Charakteristisch für die Bechermalve ist auch die Brennfleckenkrankheit, welche sich durch schwarze Flecken äußert. Befallene Pflanzen sollten umgehend vernichtet werden. Legt man das Saatgut vor der Aussaht eine halbe Stunde in warmes Wasser, lässt sich der Brennfleckenkrankheit erfolgreich vorbeugen.
 |