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Sonstiges

Malven (Malva)

MalveMalven (Malva) sind zwei- oder mehrjährige krautige Pflanzen aus der Familie der Malvengewächse. Die liegend oder aufrecht wachsenden Stängel sind kaum behaart und von mehrlappigen Blättern besetzt, welche wechselständig angeordnet sind. Besonders attraktiv erscheinen Malven, wenn man sie in Gruppen von drei bis fünf Pflanzen anordnet. Malven sind in Bauern- und Naturgärten, Kübeln, Steingärten und Staudenbeeten gleichsam beliebt. Es existieren zahlreiche Arten, wie die Wilde Malve, die Rosenmalve, die Wegmalve oder die Moschusmalve.

Malven blühen zwischen Juni und Oktober und können zwischen 80 Zentimeter und 1,5 Meter in die Höhe wachsen. Im Volksmund werden Malven auch Käsepappel genannt, da die Knospen der Pflanze an einen kleinen Käselaib denken lassen. Die einzeln oder in Büscheln erscheinenden Blüten sind meist violett. Vereinzelt kommen auch weiße, rote oder rosa Varietäten vor.

Als Heimat der Malve gelten Asien und Nordafrika. In Mitteleuropa sind derzeit 13 Arten verbreitet, welche auf stickstoffreichen Böden bis in 1 800 Metern Höhe wachsen. Häufig findet man wild wachsende Malven an Zäunen, auf Äckern oder Schutthalden. Die Geschichte der Malve reicht weit zurück. Sie zählt zu den ältesten Nutzpflanzen weltweit. Bereits in der Bibel verabreichte Moses Malventee. Die Römer kochten die Pflanze mit Wein und Honig auf. Die Chinesen verwendeten bereits vor 5 000 Jahren Malven ähnlich wie Hanf. Im Mittelalter galt die Malve als beliebte Gemüse- und Heilpflanze. Skurril ist auch, dass man sie als Schwangerschaftstest nutzte. Verdarb eine Pflanze, nachdem eine Frau auf sie urinierte, war man sicher, dass die Betreffende keinen Mutterfreuden entgegen sah.

MalveMalven sind recht anspruchslos und bevorzugen einen nährstoffreichen nicht zu feuchten Boden. Optimal ist ein sonniger Stand, aber auch im Halbschatten wird die Pflanze ausgezeichnet gedeihen. Malven sollten ausreichend gegossen und gedüngt werden. Staunässe wird jedoch nicht vertragen. Die Vermehrung der Malven erfolgt durch Samen, welchen man im Spätsommer aus den abgeblühten unteren Blütenständen gewinnt. Es bietet sich an, die Pflanzen im Haus vorzuziehen und im Frühjahr auszupflanzen. Im Frühling in das Freiland gesäte Malven werden erst im darauf folgenden Sommer in voller Blüte stehen.

Malven sollte man nur an warmen Tagen sammeln und baldmöglichst an einem luftigen Ort trocknen. Die zahlreichen Malvenarten unterscheiden sich kaum in ihrer Heilwirkung. Will man Aufgüsse aus den Pflanzen bereiten, ist zu beachten, dass Malven nicht mit kochendem Wasser behandelt werden, sondern mehrere Stunden im lauwarmen Wasser ziehen und als Kaltauszug Verwendung finden. Hilfreich sind Malven bei Entzündungen im Halsbereich, bei Fieber oder entzündlichen Prozessen der Schleimhaut. Auch bei Verbrennungen, Ekzemen und Geschwüren bringt eine Malven-Kompresse Linderung. Die jungen Triebe schmecken in bunten Salaten. Auch als Beimischungen in Brust- und Hustentees findet die Malve Verwendung. In früherer Zeit wurden die Pflanzen auch als Färbemittel in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Auch die Kosmetikindustrie profitiert von den kräftigen Aromen und der Färbewirkung der Wilden Malve oder der Weg-Malve.

Kommentare (4)add
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geschrieben von Idel , April 08, 2014
Ich habe auch mehrere große Malven in meinemGarten, jede eine andere Farbe. Ich finde sie sehr schön, kommen jedes Jahr wieder.
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geschrieben von ....... , August 16, 2012
schick schicksmilies/grin.gifsmilies/grin.gifsmilies/grin.gifsmilies/grin.gif
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geschrieben von mausilini , Mai 22, 2012
malven würde ich plantzen a daumen hoch smilies/wink.gifsmilies/wink.gif
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geschrieben von jana , Dezember 20, 2011
coocle blumen echt coolsmilies/grin.gif
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