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Wirkt Wunder
Fenchel ist wohl jedem bekannt wegen seiner wohltuenden Eigenschaft für Magen und Hals. Leider sieht man ihn nur noch sehr selten in Gärten. In Mitteleuropa findet man ihn noch wild wachsend an. Der Fenchel (Foeniculum vulgare) gehört zur Familie der Doldenblütler und zur Gattung der Foeniculum. Er fühlt sich in an einem warmen und nicht zu trockenen Platz sehr wohl und benötigt nährstoffreichen und lehmhaltigen Boden. Seine Blätter erinnern etwas an Dillkraut und wirken etwas unscheinbar. Sie können eine Länge von ca. 15 cm erreichen. Obwohl die dünnen Stängel und Blätter ein sehr kräftiges Grün entwickeln liegt der Charme dieser Pflanze letztlich bei den Blüten, die sich zwischen Juli und Oktober voll entfalten. Diese sitzen in großen Dolden am Stielende und bestechen durch ihr kräftiges Gelb. An einer Dolde können sich bis zu 40 Blüten öffnen. Die Vermehrung erfolgt durch Samen. Etwa ab September bilden sich aus den Blüten längliche Samenkapseln. Typisch für den Fenchel ist sein Geruch, der ihn so unverwechelsbar macht. Er erinnert leicht an Anis und ist wohl nicht jedermanns Geschmack. Liebhaber des Fenchels schwören allerdings auf seine heilende Wirkung die er in vielen Bereichen hat. Er enthält viele ätherischen Öle, Flavonoide und Proteine welche hervorragend bei Blähungen helfen. Besonders beliebt ist Fencheltee für Babys, wenn sie an diesem Problem leiden. Zudem hilft er bei Kopfschmerzen, bei Atemwegserkrankungen, er regt den Appetit an, hilft bei Bindehautentzündungen, wirkt Harntreibend und antibakteriell. Dies sind allerdings nur ein paar Anwendungsbeispiele dieses Krautes. Aber nicht nur im Arzneibereich erfreut er sich großer Beliebtheit, sondern schon seit einigen Jahrhunderten auch in vieler Länder Küche. Hier kommt überwiegend die Knolle zum Einsatz. Sie ist reich an Vitamin A und C und enthält Calcium und Phosphor. Es lohnt sich also diese Wunderpflanze in den Garten zu holen, denn sie ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch vielseitig zu gebrauchen.
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