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Pestwurz (Petasites hybridus)

Kein Bild vorhndenDer Pestwurz (lateinisch Petasites hydrius) gehört zur Familie der Korbblütler und zur Gattung Pestwurz. Er erreicht eine Größe zwischen 15 und 115 cm. Seine Blätter sind herzförmig und können zwischen 60 und 80 cm breit werden. Im Volksmund ist der Pestwurz auch unter anderem als Adamsblatt, Kraftwurz, Tabaksblatt, Neunkraftblatt, Huatplotschen, Huafplätschen oder Krotenblatt bekannt.

Die deutsche Bezeichnung Pestwurz, ist aus dem Mittelalter entstanden, da man in dieser Zeit diese Pflanze bei Pesterkrankungen als fiebersenkendes und schweißtreibendes Mittel einsetzte.

Bevor sich seine großen Blätter entwickeln, treibt die Pflanze ihre Blütenstände und sein Auftreten besteht überwiegend aus dichten Beständen. Ihre Blüten können eingeschlechtig und auch zwittrig sein. Die Blütezeit ist im Frühjahr zwischen März und Mai. Dabei bilden sich um den Blütenstängel mehrere traubenartige, rötliche Blütenköpfe, die dann den Pestwurz-typischen Kolben bilden. Seine großen Blätter bekommt die Pflanze erst dann, wenn sie verblüht ist. Verwandt ist der Pestwurz mit dem Huflattich, was auch an seinen Blättern erkennbar ist. Der Wurzelstock wird bis zu etwa vier Zentimeter dick und hat eine mehrjährige Lebensdauer.
Der Pestwurz wächst am besten an feuchten Orten wie zum Beispiel an Flussufern und in Waldschluchten.

Überwiegend findet man den Pestwurz in Süd- und Mitteleuropa, aber auch in West- und Nordasien. Sein Vorkommen in Nordeuropa ist eher selten und wenn dann nur vereinzelt, während er in Süd- und Mitteleuropa ein wucherndes Vorkommen aufweist.

Die Pflanze verfügt über folgende Inhaltsstoffe, Etherische Öle, Gerbstoffe und Pyrrolizidin-Akaloide, Schleimstoffe, Sesquiterpenalkohole und Flavonoide.

Da die Pflanze durch ihre Heilkräfte sehr bekannt geworden ist, beschäftigt sich auch verstärkt die medizinische Forschung mit ihr. In der Wissenschaft bezeichnet man den Pestwurz als Petasites.

Der Pestwurz eignet sich zur äußerlichen und innerlichen Anwendung. Zur äußerlichen Anwendung eignen sich die Blätter besonders bei Hauterkrankungen. Innerlich eignet sich der Pestwurz als Tee gegen Husten und ist auch Menstruations- fördernd.

Weiterhin wird der gewonnene Extrakt aus Pestwurz verwendet bei, Heuschnupfen, Allergien, Bronchitis, Asthma, Darmkrämpfe, Geschwüre, Entzündungen der Harnwege, Kopfschmerzen, Herzschwäche, Rheuma, Gicht und vieles mehr.

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