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Der Wermut (Artemisia absinthium), auch Bitterer Beifuß oder Alsem genannt, ist eine aromatisch, herbwürzig riechende Pflanze. Aus diesem Grund ist die Heilpflanze als Inbegriff des Mittelmeeres bekannt. Im Mittelalter wurde die Pflanze bereits von Mönchen in Gärten kultiviert. Schwangere und Kinder sollten die Pflanze eher meiden, da man immer wieder von ihrer berauschenden Wirkung hört. Diese entsteht durch den Inhaltsstoff Thujon und kann sogar süchtig machen.
Wermut findet man vor allem in trockenen Gegenden in Europa, Nord- und Südamerika, aber auch in Teilen Asiens. Vor allem auf kargen und steinigen Böden gedeiht die Pflanze besonders gut. Der Wermut gehört zur Gattung der Artemisia in der Familie der Korbblütler. Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Artemisia absinthium; im Volksmund hingegen gibt es eine Vielzahl anderer Bezeichnungen, zum Beispiel Absinth, Eisenkraut, Magenkraut, Wiegenkraut oder Mottenstock. Die Wuchshöhe des Wermut, welcher ein verzweigter Halbstrauch ist, kann zwischen 80 cm und weit über einem Meter variieren. Die Blätter des Strauches sind weißgrau und filzig behaart. Blütezeit der Pflanze ist von Juli bis September, wobei die zahlreichen kleinen gelben Blüten nur circa 1,25 mm lang werden. Die Hauptverwendung des Wermut liegt in der Herstellung des Absinth oder Weinaperitifs. Hier wird der Wermutsaft verwendet. In der Medizin wird die Pflanze unter anderem aufgrund der in ihr enthaltenen Bitterstoffe zur Anregung der Magenfunktion genutzt. Doch Wermut kann gegen viele andere Beschwerden eingesetzt werden, unter anderem gegen Gelbsucht, Mundgeruch, Würmer, Blähungen und Nierenschwäche. Als Tee genossen, helfen die Bestandteile des Wermut gegen Appetitlosigkeit, Magenbeschwerden sowie Erbrechen und Durchfall. Auch für seine blutbildende und blutreinigende Wirkung ist die Heilpflanze bekannt. Aufgrund der oben bereits beschriebenen halluzinogenen Eigenschaften sollte man von einem Dauergebrauch der Pflanze absehen, da die heilende schnell in eine schädigende Wirkung umschlagen kann. In der Volksmedizin wird der Wermut gern als gynäkologisches Mittel angewandt, um zum Beispiel eine Geburt einzuleiten. Auch zur Abtreibung wurde die Pflanze hinzugezogen. Die getrockneten Blätter junger Pflanzen können zum Würzen von Fleischgerichten verwandt werden.
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