Die Strohblume (Helichrysum) zählt zur Familie der Korbblütler und umfasst mehr als 500 Arten. Strohblumen sind krautige Pflanzen, welche ein- oder mehrjährig angeboten werden und Wuchshöhen zwischen 30 Zentimetern und einem Meter erreichen können. Die Pflanzen finden als Beet- Balkon- oder Kübelpflanzen Verwendung und sind als Stauden oder Sträucher im Handel.
Besonders beliebt ist die Garten-Strohblume, welche man häufig in Trockensträußen findet. Die einjährige Pflanze besitzt spitze, schwach behaarte Blätter und blüht in ihrer Wildform goldgelb. Durch Kultivieren entstanden auch rote, rosa, violette oder weiße Varianten. Besonders zur Geltung kommt die Garten-Strohblume im Steingartenbeet, in Verbindung mit Astern und Braunellen.
Die Italienische Strohblume wird auch Currykraut genannt. Der Halbstrauch wird bis zu 60 Zentimeter hoch und bildet gelbe glockenförmige Röhrenblüten aus. Besonders nach heftigen Regenfällen verströmen die Blätter ihr typisches Curryaroma. Auch die Lakritz-Strohblume ist häufig in Blumenampeln oder Kübeln zu finden. Der buschige Zwergstrauch wächst bis zu 50 Zentimeter in die Höhe und besitzt einförmige Blätter. Die Sand-Strohblume kennzeichnen aufrechte Stängel und wollig behaarte Laubblätter. In Deutschland gilt die Pflanze als gefährdet. Die Züchtung “Sunnyboy”, mit ihren dunkelgrünen Blättern und goldgelben Blüten, wurde im Jahre 2010 zur Beet- und Balkonpflanze gekürt.
Zwischen Juli und Oktober erscheinen die körbchenförmigen Blütenstände der Strohblume. Häufig findet man gelbe, rosa, rote oder weiße Blütenstände, aber auch Neuzüchtungen, wie die feuerrot blühende “Hot Bikini”, bereichern das Gartenbeet. Eine Vielzahl der Strohblumenarten ist in der Kapregion im Süden Afrikas beheimatet. Der Großteil der in unseren Breiten kultivierten Sorten stammt aus Australien. Vereinzelt findet man Strohblumen auch im Mittelmeerraum oder in Neuseeland. Die Lakritz-Strohblume wird bereits seit 1719 kultiviert. Die Garten-Strohblume wurde 1799 von Carl Ludwig Willdenow entdeckt und näher beschrieben.
Strohblumen bevorzugen einen sonnigen und offenen Standort. Der Boden sollte locker und sandig sein. Das regelmäßige Entfernen verwelkter Blütenstände sorgt für üppige Blütenpracht. Die Samen der Pflanze werden im zeitigen Frühjahr unter Glas ausgesät und keimen bei etwa 18 Grad. Im Spätfrühling können die Keimlinge ins Freiland umziehen. Die Strohblumen sind anfällig für den Befall mit falschem Mehltau. Der weißliche Pilz führt zum Absterben der Blätter.
Möchte man Strohblumen trocknen, sollten sie vor der vollen Blüte geschnitten werden. Sie trocknen bündelweise aufgehängt an einem kühlen und schattigen Ort. Die jungen Blätter der Italienischen Strohblume können als Würze für Saucen oder Fleisch dienen. Die ätherischen Öle der Pflanze wirken entzündungshemmend und fördern die Anregegung der Bauchspeicheldrüsen-Sekretion. In der Homöopathie nutzt man die heilsame Wirkung der Strohblume bei Ischiasbeschwerden.
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