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Die Ringelblume (Calendula officinalis) ist eine beliebte anspruchslose Gartenpflanze, die jedoch auch verwildert in freier Natur häufig vorkommt. Besonders oft trifft man sie in Bauerngärten an, die sie mit ihrem leuchtenden Gelb verschönert.
Die Ringelblume gehört zur Familie der Korbblütler (Kompositen), das heißt die Blütenblätter sind ähnlich wie beim Gänseblümchen kranzförmig um den Blütenboden angeordnet. Die Farbpalette der Ringelblume reicht von zitronengelb bis zu einem kräftigen Rot-Orange. Ihre Wuchshöhe beträgt je nach Anbaugebiet und Bodenqualität 40-60 cm. Die lanzenförmigen Blätter sind hellgrün und leicht behaart mit silbrigem Schimmer. Das Herkunftsgebiet der Pflanze ist der Mittelmeerraum, dennoch ist sie in unseren Breiten häufig anzutreffen, da sie sehr robust und unempfindlich ist. Die Blütezeit beginnt im Juni und endet oft erst Ende Oktober. Als Gartenpflanze ist die Ringelblume, auch Goldblume oder Ringelrose genannt, sehr beliebt, da sie keine besondere Pflege beansprucht. Die Aussaat erfolgt in der Regel von April bis Mai direkt ins Freiland, bevorzugt auf kalkhaltigem Boden. Die Calendula officinalis gedeiht jedoch auch auf anderen Bodenarten. Typisch für diese Pflanze ist der stark duftende Samenkranz, der nach der Blüte stehen bleibt und auch ohne Zutun des Gartenfreundes für eine problemlose Verbreitung der Pflanze sorgt. Wer bereits im Herbst sein Blumenbeet vorbereiten möchte, hat bei der Ringelblume in günstigen Lagen keine Schwierigkeiten, da der Samen die kalte Jahreszeit im Freien übersteht. Jungpflanzen lassen sich leicht versetzen.
Der Geruch der Ringelblume ist wegen des hohen Gehalts an ätherischen Ölen würzig und kräftig, jedoch nicht unangenehm. Neuere Züchtungen haben den ehemals sehr intensiven Geruch bereits abgeschwächt. Ringelblumen werden in der Pflanzenheilkunde und der Naturkosmetik zur Hautpflege gerne verwendet. Diese uralte Arzneipflanze ist bereits seit der Antike bekannt. Schon Paracelsus wusste deren antibakterielle Wirkung bei der Wundheilung zu schätzen. Außerdem fördern die Bitterstoffe, Fruchtsäuren und ätherischen Öle der Pflanze die Verdauung und den Stoffwechsel, sowie die Blutzirkulation.
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