|
Raps ist eine Nutzpflanze, die vor allem landwirtschaftlich von großer Bedeutung ist und weltweit angebaut wird. Aus ihrer Saat wird hauptsächlich Rapsöl gewonnen, das als Lebensmittel weit verbreitet ist.
Verbreitet ist Raps weltweit, denn aufgrund seiner Eigenschaften kann er in vielen Gebieten über den Globus verteilt angebaut werden. Besonders häufig anzutreffen ist Raps in Europa und Kanada, aber auch in Asien, beispielsweise in China und Indien.
Raps gehört zur Gattung des Kohls (Brassica) aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Somit gliedert er sich in die Ordnung der kreuzblütlerartigen Gewächse ein. Der botanische Name des Rapses lautet Brassica napus. Raps ist eine krautige Pflanze, die aufrecht wächst und eine verzweigte Sprossachse hat. Insgesamt kann sie eine Wuchshöhe von 30 bis 150 Zentimetern erreichen. Am unteren Teil ihres Stängels bilden sich bis zu 15 Zentimeter lange, meist oval bis rundliche Blätter heraus. Am oberen Ende des Stängels befindet sich die Blüte, die aus einer Traube mit bis zu 60 kleinen Einzelblüten besteht. Diese setzen sich aus dünnen Blütenstielen, länglichen Kelchblättern sowie den leuchtend gelben Kronblättern zusammen.
Die Blütezeit richtet sich danach, ob es sich um Winter- oder Sommerraps handelt. Der in Europa überwiegend verbreitete Winterraps wird ab August bis in den Herbst hinein ausgesät und hat seine Blütezeit im Frühsommer, in der Regel im April und Mai. Beim Sommerraps verhält es sich dementsprechend umgekehrt. Dieser wächst über den Sommer heran und blüht dann im Herbst. Raps selber hat, im Gegensatz zu dem aus den Samen des Rapses gewonnenen Rapsöl, das längst seinen festen Platz in der Reihe der heutigen Lebensmittel inne hat, keine Bedeutung für die Gastronomie, da er nicht genießbar ist. Rapsöl wird hingegen ebenso als Speiseöl wie auch zur Herstellung von Speisefetten wie Margarine verwendet. Daneben wird mit Hilfe des Rapsöls Rapsölmethylester, besser bekannt als Biodiesel, produziert, das als Kraftstoff Verwendung findet.
 |