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Der Goldlack (Cheiranthus cheir) fällt besonders durch seine leuchtend gelben Blüten auf und tritt in Form eines auffälligen Halbstrauches auf. Sowohl in Deutschland als auch in ganz Mitteleuropa wird der Goldlack nun schon seit tausenden von Jahren als Zierpflanze eingesetzt und kultiviert. Weiterhin gehört sie der Gattung Cheiranthus an, welche 10 verschiedenen Pflanzenarten beisitzt, während die Pflanze ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt.
Der Goldlack liebt nicht nur Wärme und ausgedehnte Sonnenbäder, sondern bevorzugt auch besonders stickstoff- und nährstoffreiche Standorte. Meist schlängelt sich die Pflanze an Felsen und Gemäuern und wird daher auch als eine typische Pflanze der Schuttplätze und Burgen bezeichnet. Dementsprechend ist der Goldlack ein Vertreter der so genannten Mauerpflanzengesellschaft und wird bis zu zwei Jahren lang kultiviert. Weiterhin erreicht der Goldlack eine Wuchshöhe von bis zu 90 Zentimeter und weist einen Stängel mit zweistrahligen und rauen Haaren auf. Zudem sind die Laubblätter der Pflanze sowohl in ihren Rosetten als auch am Stängel verteilt, wobei die Blattränder entweder glatt oder gezähnt sind. Erst in den Monaten März bis Mai bilden sich an den traubigen Blütenständen die gelblichen und vierzähligen Blüten, welche nach Veilchen riechen. Die vier Bluttenkornblätter hingegen sind in den Farben Orange, Braun, Gelb oder Rot vorzufinden und bis zu 25 Zentimeter lang. Maßgebend ist der Goldlack im östlichen Mittelmeerraum beheimatet, wobei er schon seit dem Mittelalter als Zierpflanze angepflanzt wird. In der Regel werden sowohl der Goldlack als auch weitere verwandte Arten im Mai und Juni in einem Saatbeet ausgesät, welches schon im Voraus sorgfältig vorbereitet werden sollte. Sollten die Pflanzen bis zu acht Zentimeter groß sein, können sie im Sommer an Ort und Stelle kultiviert, im Winter hingegen in Töpfen gelagert werden, sodass sie erst im April ins Freiland kommen können.
Der Goldlack wurde jedoch als Arzneipflanze in Anspruch genommen, wobei vor allem das Kraut, die Samen und Blüten eingesetzt wurden. Aufgrund ihrer zahlreichen Wirkstoffe, wie beispielsweise Glykosiden oder Cheirosid, wurde die Pflanze sowohl bei Leberleiden und Herzbeschwerden als auch bei Verdauungsstörungen verwendet. Heutzutage hingegen wird der Goldlack aufgrund seiner Giftigkeit nur noch vereinzelt eingesetzt.
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