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Die Betonie ist eine vornehmlich in Mittel-, Ost- und Südeuropa verbreitete Pflanze, die als Zier- und Heilpflanze dient.
Verbreitet ist die Betonie vor allem in Europa mit Ausnahme des Nordens, wo sie eher schwach bis gar nicht vorkommt. Häufig wächst sie in Büschen und lichten Wäldern, an Waldrändern sowie auf feuchten Wiesen, Heiden und auch Flachmooren. Dort findet sie die für sie benötigten kalk- und nährstoffarmen Böden, die von sommertrockenen und abwechselnd auch feuchten Phasen geprägt sein können.
Die Betonie gehört zur Gattung der Ziest (Stachys), die mehr als 250 verschiedene Arten umfasst. Damit ist sie ein zweikeimblättriger Lippenblütler. Der botanische Name der Betonie lautet Stachys officinalis. Daneben sind auch die Bezeichnungen Stachys betonica oder Betonica officinalis geläufig. Neben der Bezeichnung Betonie gibt es eine Reihe von anderen Namen für diese Pflanze. Dazu zählen (Heil-) Ziest, Heilbatunge, Pfaffenblume sowie Zehr-, Feuer- oder Zahnkraut. Die Betonie ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von etwa 40 bis 80 Zentimetern erreichen kann. Sie hat einen horizontalen, vierkantigen Stängel, der nur wenig behaart und am unteren Ende meist verholzt ist. Von diesem gehen in der Regel circa ein bis drei Blattpaare ab, wobei die Grundblätter zu einer Rosette geformt sind. Die Stängelblätter sind hingegen oval bis schmal und am Rand eingekerbt. An den Stängel schließt sich die dichte, ährenförmige Blüte an, die violett gefärbt ist. Die Blütezeit der Betonie ist von Juni bis September. Das blühende Kraut der Betonie wird in der Schulmedizin heutzutage eher seltener, dafür jedoch noch oft in der Naturheilkunde verwendet und gilt als nützliches Heilmittel. In Form von aus dem Kraut aufgegossenem Tee oder damit getränkten Umschlägen wird es unter anderem bei Durchfall, sämtlichen Magen-Darm-Erkrankungen, Entzündungen im Hals- und Rachenraum und der Heilung von Wunden verwendet.
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