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Die Gewürz- und Heilpflanze Oregano (Betonung auf der zweiten Silbe) ist in unserer Gesellschaft vor allem durch den Boom der Pasta-Küche bekannt geworden, in der sie als Pizza-Gewürz eine breite Anwendung findet. Im deutschen Sprachraum wird sie mit zahlreichen Synonymen bezeichnet wie Wilder Majoran, Bergminze, Wilder Balsam, Gemeiner Dost, Echter Dost, Orant und Blauer Dunst. Ihr botanischer Name ist origanum vulgare oder origanum creticum und ist aus dem Griechischen abgeleitet, wo er entsprechend dem Vorkommen der Pflanze sinngemäß Schmuck der Berge bedeutet.
Die Pflanze, die bis zu 80cm hoch wachsen kann und von ihrer verholzenden Basis aus eine stark verzweigte kräftige, krautige Staude ausbildet, wird zur Gattung Dost (origanum) gezählt und als zweikeimblättriger Lippenblütler kategorisiert. Sie gehört unter den Samenpflanzen zu den Bedecktsamern. In der Küche der ans Mittelmeer angrenzenden Länder, vor allem Spanien, Griechenland, Italien und der Türkei, gehört Oregano zu den herausragendsten Gewürzen, da diese Regionen die botanische Heimat der Pflanze darstellen. Sie gedeiht allerdings auch in gemäßigteren Klimazonen und verbreitet sich wild in ganz Europa, vor allem auf kalkhaltigem Untergrund, auf trockenem Boden oder in Waldlichtungen. Die Hauptinhaltsstoffe des Oregano sind neben Gerb- und Bitterstoffen Thymol, Cymol, Carvacrol und andere ätherische Öle, aromatische Rosmarinsäure und weitere Flavonoide. Darüber hinaus weist die Pflanze einen hohen Vitamin-C-Gehalt auf. Die Konzentration der Inhaltsstoffe in der Pflanze ist jedoch stark von ihrem Standort abhängig und generell in südländischen Regionen besser verteilt.
Als Heilpflanze werden die Wirkstoffe vorrangig zur Vorbeugung gegen und zur Linderung von Verdauungsbeschwerden genutzt. Die ätherischen Wirkstoffe haben eine antibakterielle Wirkung und fördern die Heilung der oberen Atemwege des Menschen. Neben seiner Funktion als Gewürz- und Heilpflanze wird Oregano auch als Gartenpflanze gezüchtet. Die Staude kann aus Samen oder Stecklingen gezogen werden und wird ab Mai in einem Abstand von etwa 35cm gepflanzt. Eine sonnige und geschützte Lage auf kalkhaltigem Boden bietet ideale Bedingungen. Wenig Feuchtigkeit und ein leichter Schutz im Winter lassen die mehrjährige anspruchslose Pflanze gedeihen. Während ihrer Blütezeit von Ende Juni bis September locken die doldenförmigen rosafarbenen oder weißen Blütenstände des Wilden Majoran Schmetterlinge, Bienen und viele andere Insekten zahlreich an. Beim Zerreiben der Blätter verbreitet sich ein intensiver aromatischer Duft.
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ansonsten danke coole seite