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Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus)
Leider kein Bild vorhandenMönchspfeffer – Ein wertvoller Helfer bei Frauenleiden

Viel wertvolles Wissen um Heilpflanzen und deren Wirkungen ist uns aus Klöstern und ihren Kräutergärten überliefert. Selten irrten sich die heilkundigen Mönche und Nonnen dabei so sehr wie beim Mönchspfeffer. Schon die Beinamen „Keuschbaum“ oder „Keuschlamm“ sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass die strauchartige Pflanze zum Unterdrücken der Libido eingesetzt wurde. Heute ist man von der eher gegenteiligen Wirkung überzeugt und weiß, dass mit dem Mönchspfeffer diese lustvollen Gefühle noch gesteigert werden können. Dass es sich aber um eine wertvolle Heilpflanze handelt, ist unumstritten. Die Medizin greift heute vor allem in der Frauenheilkunde auf die Wirkung des Mönchspfeffers zurück, um den Hormonhaushalt sanft zu regulieren und typische Frauenbeschwerden zu lindern.

Farbenprächtige hohe Sträucher mit gehaltvollen Beeren

Der schmückende Strauch mit seinen fast fünf Meter hohen violetten, rosafarbenen und weißen Blütenständen liebt feuchte Wärme. Er ist deshalb ursprünglich im Mittelmeerraum und Vorderasien anzutreffen, wird mittlerweile aber auch überall auf der Welt kultiviert. Der Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) gehört zur Familie der Lippenblütler und ist dort der Gattung Vitex zugeordnet.
Seine Blütezeit hat er im Spätsommer von Juli bis August. Die kleinen, dichten Blüten wachsen ährenartig und verströmen einen salbeiähnlichen und sehr aromatischen Duft.
Die schwarzroten, pfeffrig schmeckenden Beeren werden im Herbst geerntet und liefern unter anderem wertvolle ätherische Öle, Fettsäuren und Flavonoide. Doch auch die handförmigen Blätter mit den 5-7 Fingern werden wegen ihres Ölgehaltes verwendet.

Hilfe bei Menstruationsbeschwerden und Unfruchtbarkeit möglich

Die Wirksubstanzen des Mönchspfeffers können in ihrer Gesamtheit positiv auf die biochemischen Vorgänge des weiblichen Zyklus einwirken. Das Hormon Prolaktin, das in der Hirnanhangdrüse produziert wird, sorgt in der Stillzeit für einen vermehrten Milchfluss. Während des normalen Zyklus ist ein erhöhter Prolaktinspiegel aber oft Auslöser des sogenannten prämenstruellen Syndroms (PMS) und kann starke Blutungen, Brustspannungen und seelische Schwankungen verursachen.
Hier setzen die Wirkstoffe des Mönchspfeffers an und helfen, den Prolaktinspiegel zu regulieren. Dadurch werden die Regelbeschwerden gelindert. Die niedrigen Werte an Prolaktin forcieren aber wiederum auch die Produktion des Gelbkörperhormons (Progesteron), das eine wichtige Rolle bei der Fruchtbarkeit spielt. Deshalb wird der Mönchspfeffer in der Alternativmedizin auch gerne bei Empfängnisproblemen eingesetzt.

Sanfterer Einstieg in die Wechseljahre möglich

Ähnliche positive Wirkung kann der Mönchspfeffer auch in den Wechseljahren (Klimakterium) zeigen, denn auch hier sind die Beschwerden auf ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt zurückzuführen. Der oft plötzliche Rückgang des Gelbkörperhormons kann so in behutsamere Bahnen geleitet werden. Wenn die Menopause erfolgt ist, sollte keine Behandlung mit dem Mönchspfeffer mehr erfolgen. Ebenso sollten auch Stillende und Schwangere von der Einnahme dieses Heilkrautes Abstand nehmen.
Kommentare (1)add
...
geschrieben von SARAH* : , Mai 22, 2012
woow smilies/shocked.gif soo viel hab ich gelesen
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