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Eine Nessel die nicht brennt!
Die Goldnessel (Lamium galeobdolon syn. Galeobdolon luteum) gehört zur Gattung der Taubnessel und somit zur Familie der Lippenblütler. Bevorzugt wächst sie in Waldgebieten und dehnt sich über ganz Europa bis nach Asien aus. Auch in unseren Wäldern ist sie nahezu überall zu finden und leider wird sie oft nicht beachtet, sondern sogar als "Unkraut" bezeichnet. Dabei ist sie alles andere als das. Wenn man sich diese mehrjährige Staude näher betrachtet, erkennt man, dass sie wunderschöne Blüten hervorbringt. An einem Blütenstand befinden sich bis zu 14 goldgelbe Blüten, welche fast schon kleinen Löwenmäulchen ähneln. Das leuchtende Gelb wird durch ein leichtes Orange auf der Unterseite des Blütenkelches noch verstärkt. Allerdings verströmen sie keinen Duft. Sie bieten aber einen perfekten "Landeplatz" für Insekten, welche beim Naschen des Nektars sogleich die Pflanze bestäuben. Die Blütezeit dieser Nessel reicht von April bis Juni. Insgesamt erreicht sie etwa eine Höhe von 50 cm. Die kräftigen Stängel sind etwas kantig und leicht behaart. An ihnen befinden sich in regelmäßigen Abständen fast herzförmige Blätter, welche ebenfalls leicht behaart sind. Bei näherem Betrachten erkennt man, dass auch die Blätter einen besonderen Reiz haben, denn sie schimmern leicht silbern, sind ziemlich flauschig und dick. Die Goldnessel besitzt allerdings keine Brennhaare und man kann sie getrost pflücken oder sogar verzehren. Aus den Blättern der Nessel lässt sich ein schmackhafter Spinat, leckeres Wildgemüse oder auch Tee zubereiten. Möchte man diese Pflanze in einem Naturgarten halten so ist doch zu bedenken, dass sie sich durch Ausläufer sehr stark vermehrt und besitzergreifend ist. Sie benötigt zwar eine gute Bewässerung, ist aber in ihren Ansprüchen sehr genügsam. Sie vermehrt sich rasch von alleine und man muss sie regelmäßig abstechen, damit sie nicht überhand nimmt. Sie ist jedoch ein idealer Bodendecker, wenn man schattige und unzugängliche Plätze auf seinem Grundstück hat, welche für viele Pflanzen ungeeignet sind.
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