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Sonstiges

Widerbart (Epipogium aphyllum)

kein Bild vorhandenGanz allgemein betrachtet gehört der Widerbart zu den Orchideengewächsen in Deutschland. Es st eigentlich wenig bekannt, dass es in Deutschland auch wild wachsende Orchideen gibt, um so schöner ist es, dass noch zahlreiche Vorkommen dieser Art vorhanden sind. Jedoch muss man ganz eindeutig feststellen, dass auch der Widerbart zu den gefährdeten Pflanzenarten unseres Landes zählt und deshalb bedarf es hier auch ganz spezielle Maßnahmen, um diese Art weiter erhalten zu können. Diese Art wird vor allem durch forstwirtschaftliche Maßnahmen bedroht wie beispielsweise durch Einschlagen an den Wuchsorten des Widerbarts.

Besonders häufig findet man den Widerbart in den höheren Lagen der schwäbischen Alb und am Alpenrand. Diese beiden Gebiete sind die, in denen sichere und regelmäßige Vorkommen zu verzeichnen sind. In früheren Jahren kam der Widerbart aber auch in den Mittelgebirgen vor, hier ist aber ein starker Rückgang zu verzeichnen. Die Experten sprechen hier von einem klimatisch bedingten Rückgang der Pflanze, da mit dem Anstieg der Temperaturen auch die Boden- und Luftfeuchte enorm abgenommen hat, was aber Grundvoraussetzung für ein Pflanzenwachstum dieser Art ist. Weiterhin findet man den Widerbart neben Deutschland noch in der Schweiz und Vorderasien mit Ausnahme der mediterranen Gebiete sowie in Japan, Sibirien und am Himalaja.

Der Widerbart gehört zu der Familie der Orchideengewächse, den Orchidaceae. Der botanische Name dieser Pflanzenart lautet Epipogium aphyllum und gehört zur botanischen Pflanzenordnung der Orchidales. Im Volksmund wird die Pflanze auch als Ohnblatt bezeichnet. Der Widerbart gehört zu den einkeimblättrigen Pflanzen, den Monocotyledoneae und zur Unterabteilung der Bedecktsamer oder auch Angiospermae. Die Pflanzenabteilung zu der der Widerbart gehört, wird als Samenpflanzen oder Spermatophyta bezeichnet.

Der Widerbart hat ein ganz eigenes unscheinbares Äußeres. Die Pflanze könnte man schon fast als merkwürdig bezeichnen, denn betrachtet man sie einmal etwas näher, wird man schnell feststellen, dass sie über kein einziges Blatt verfügt. Sie wächst aus einem humusreichen moosigen Untergrund aus einem unterirdischen Rhizom heraus. Ihre Blüte ist lippenförmig und richtet sich nach oben und befindet sich an einem Blütenstengel. Die Blüte besitzt am Grund einen sehr auffälligen massiven Sporn und nach vorn gerichtete Leisten. Diese sind in der Regel rotviolett gefärbt. Die Blütenblätter sind 10 bis 15 mm lang und die sogenannte Lippe ist 5 bis 10 mm lang. Die übrigen Kronenblätter, der mit meist wenig Blüten bestückten Pflanzen, sind immer gelb bis weiß gefärbt und wirklich eine Augenweide.

Die Blütezeit der Pflanze beginnt in der Regel Ende Juli bis Anfang August, manchmal blüht sie auch unterirdisch. Da die Pflanze als geschützt gilt, gibt es auch keinerlei Verwendungsmöglichkeiten, auch nicht im medizinischen Bereich. Somit wird ein weiterer Rückgang verhindert.

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