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Hundswurz (Anacamptis pyramidalis L.) |
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Die Hundswurz (Anacamptis pyramidalis L.) ist eine sommergrüne, krautig wachsende Pflanze aus der Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae) und gehört zur Klasse der Einkeimblättrigen. Sie stammt aus der Reihe der Samenpflanzen, ist selbst ein Bedecktsamer und gehört zu den submediterranen Pflanzen. Die Hundswurz erreicht meist eine Größe zwischen 15 - 60 cm. Ihre Blütezeit liegt in den Monaten von Juni bis August. Für ihre Vermehrung sind tag- und nachtaktive Schmetterlinge verantwortlich, welche von der Nektartäuschblüte der Hundswurz angelockt werden und so die notwendige Bestäubung vornehmen können. Ihre Blüten sind hell- bis purpurrot gefärbt und haben zu Beginn der Blütezeit ein pyramidenähnliches Aussehen, weshalb die Hundswurz oft auch Pyramiden- oder Spitzorchis, Pyramiden- oder auch Kammständel genannt wird. In aussergewöhnlichen Fällen weisen die Blüten der Hundswurz eine weisse statt rote Färbung auf. Die Blütengröße beträgt meist um die 8 - 12 mm. Der Stängel der Pflanze ist stets aufrecht. Der Sporn der Pflanze ist sehr lang und im Inneren der Pflanze versteckt. Die Blütenblätter sind außen dreilappig und innen helmartig gebogen. Dabei ist der Blütenkopf der Hundswurz sehr dicht bewachsen. Die Hundswurz bildet Knollen zur Überdauerung und kann aus diesem Grund mehrere Jahre bestehen. Aus der Tochterknolle der Pflanze entwickelt sich in den Herbstmonaten eine eigene Blattrosette. Vorzufinden ist die Hundswurz in Deutschland hauptsächlich im Südwesten, in seltenen Fällen auch in Mitteldeutschland. Doch die Hundswurz ist nicht nur in Teilen Deutschlands, sondern auch in Portugal, Kleinasien und im Süden Skandinaviens vorzufinden. Die Pflanze bevorzugt kalkige Böden, Mager- oder Trockenwiesen und Wärme für ihren Standort. Auch helle Wälder, Berghänge und Moorböden werden angenommen. Der Untergrund sollte auf jeden Fall nicht zu trocken sein. Die Hundswurz wurde 1990 zur "Orchidee des Jahres" gekürt. Leider ist das Vorkommen dieser besonderen Pflanze stark zurückgegangen, weshalb sie heute vom Aussterben bedroht und inzwischen auf der Roten Liste steht. Für eine Neuansiedelung wäre die Gründung geeigneter Biotope notwendig.
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