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Sonstiges

Pechnelke (Viscaria vulgaris)

PechnelkeDie Pechnelke ist eine robuste, genügsame Staudenpflanze, die rosarot blüht und einen trockenen Standort bevorzugt.

Die Pechnelke gedeiht und blüht auf kärgsten Böden, sogar in Felsspalten. Ihr Vorkommen ist ein Indikator für kalkhaltige Böden. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, wächst sie heute auch in Deutschland sowie im eurasischen und amerikanischen Raum. Allerdings nur selten in freier Natur. Sie erfreut sich dank der ihr zugeschriebenen positiven Wirkung als Beisaat für verschiedene Zier- und Nutzgärten wachsender Beliebtheit.

Die Pechnelke gehört zur Gattung der Pechnelken, zur Familie der Nelkengewächse und wird „Gemeine Pechnelke“ (Lynchis Viscaria, Viscaria Vulgaris), auch Silene Viscaria oder „Klebnelke“ genannt. Sie gehört zur Klasse der zweikeimblättrigen Samenpflanzen.

PechnelkeDie Pechnelke wird 40-70 cm hoch. Sie trägt schmale, dunkelgrüne glatte Blätter von 2-4 cm Länge. Die Blüten sind rosafarben bis dunkelrot und bestehen aus einem gerippten Kelch mit 10 Nerven, 10 Stabblättern und 5 Griffeln. Die dunklen Samenkörner sind nur 0,5 mm groß. Der Name „Klebnelke“ stammt vom klebrig-haarigen Teil der Knoten. Hier findet man dunkle Leimringe. Es wird vermutet, dass diese Ringe die Blüten vor krabbelnden Insekten schützen sollen.

Die Pechnelke blüht von Mai bis Juni.

PechnelkeIm Mittelmeerraum erkannte man bereits vor Jahrhunderten, das Nutzpflanzen mehr Früchte trugen, wenn Pechnelken in der Nähe der Kultur wuchsen. Aus den Samen stellten Mönche ein Pulver her, mit dem Saatgut versetzt wurde, was die Ernteerträge um bis zu 30% verbesserte. Das Institut für landwirtschaftliche Botanik der Universität Bonn untersuchte dieses Phänomen und belegte die These am Beispiel von Reispflanzen. Es wird vermutet, dass ein spezielles Hormon für die positive Wirkung auf das Immunsystem anderer Pflanzen verantwortlich ist. In China existiert eine großflächige Versuchsreihe mit Pechnelkenextrakt als Saat-Zusatz in der Landwirtschaft. Der relativ hohe Saponingehalt der Pechnelke entfaltet kaum Giftwirkung und wurde bisher noch nicht erforscht.

Kommentare (1)add
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geschrieben von Andreas Heiland , Juni 09, 2010
Hallo,
ich hätte ein Bild für Sie.
Ich habe auf meiner privaten Seite www.motivedernatur.de zum Thema Pechnelke ein Zitat Ihrer Seite mit einem Link zu Ihrer Seite angezeigt (http://www.motivedernatur.de/diary/?year=10&month=1006). Ich hoffe, das geht i.O.?
Wenn nicht sagen Sie mir Bescheid. Ich würde Ihnen von den angezeigten Bildern eines zur Verfügung stellen.
Beste Grüße
Andreas Heiland
www.motivedernatur.de
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