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Die Frühlingsplatterbse (Lathyrus vernus) ist ein Frühblüher und Nutzt somit die ersten Sonnenstrahlen und warmen Tage des Jahres zum Blühen bevor die Laubbäume ihre Blätter ausbilden. Ihre Blütenfarbe reicht von Rotviolett bis Blau, je nach Verwelkungsgrad. Diese Pflanzenart gehört in Deutschland nicht zu den gefährdeten Arten und ist für den Menschen ungiftig.
Die Frühlingsplatterbse ist weit über Europa und Asien verbreitet, nämlich von der französischen Ostküste bis an die siebirische Pazifikküste, allerdings kommt sie in Deutschland im Nordosten und im Saarland nicht vor. Sie wächst hauptsächlich in Laub- und Mischwäldern, sogar bis in einer Höhe von 1800m. Bevorzugte Böden sind kalkhaltige Ton- und Lehmböden, das macht die Frühlingsplatterbse zu einem Kalkzeiger.
Die Frühlingsplatterbse gehört zur Gattung der Platterbsen (Lathyrus) und zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Ihr botanischer Name ist Lathyrus vernus. Die Blütenkrone der Frühlinsplatterbse ist zydomorph und besteht aus fünf Blütenblättern. Von diesen sind zwei zu einem Schiffchen verwachsen und drei freistehend, wobei zwei von den Freistehenden Flügel und eines Fahne genannt wird. In der Blüte befinden sich zehn Staubblätter und der Fruchtknoten, beide werden vom Schiffchen umschlossen. Die Blüten stehen zu je zehn oder acht zusammen und bilden eine Traube. Die Früchte der Frühlingsplatterbse sind die sogenannten Hülsenfrüchte oder Schötchen, mit einer Länge von ca. 5cm und einer Breite von ca. 6mm. In diesem Schötchen befinden sich acht bis vierzehn kugelige bis linsenförmige Samen. Die Samen werden durch das Austrocknen der Hülsenfrucht in die Umgebung geschleudert, deswegen heißt diese auch Schleuderfrucht. Die krautige Frühlingsplatterbse wird zwanzig bis dreißig Zentimeter hoch und der Stängel ist normalerweise vierkantig. Die Blätter bestehen aus drei bis neun lanzettlichen Teilblättern und sind somit paarig gefiedert. Blütezeit von Lathyrus vernus ist hauptsächlich April, kann aber auch bis Anfang Mai reichen. Bestäuber sind größere Insekten wie Hummeln und Honigbiene, welche stark genug sind um an den Nektar im fest zusammengewachsenen Schiffchen zu gelangen.
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