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Stechäpfel gehören zur Gattung der Nachtschattengewächse (Soanaceae). Es gibt ca. 20 verschiedene Sorten. Diese sind stark giftig. Der gemeine Stechapfel (Datura stramonium) ist die in Mitteleuropa am häufigsten auftretende Art. Stechapfelpflanzen sind einjährig und sehr robust und kräftig in ihrer Form. Sie erreichen eine Höhe von ca. 0,5 m bis 2 m. Stechäpfel vermehren sich durch Samen und kommen auch in normalen Hausgärten vor. Viele Arten der Gattung Datura wachsen in fast allen Klimazonen. Sie kommen vorwiegend aus Asien und Amerika. Der Name Datura kommt ursprünglich über den portugiesischen und indischen Sprachraum.
Die Pflanzen haben verschiedene Stielaufbauten. Sie können leicht haarig bis dicht haarig sein. Der Hauptast ist sehr dick und von ihm zweigen viele kleinere Äste und Unteräste ab. Die unterschiedlichen Arten haben meistens eiförmige Blätter und sind gewellt, an der Blattspitze sind sie zugespitzt und hart. Man kann sich sehr leicht daran verletzen. Die Blütezeit ist von Juni bis Oktober. Verwechselt wird der Stechapfel oftmals mit der weißen Engelstrompete. In den Abendstunden öffnen sich die trichter- oder trompetenartigen weißen, lavendelfarbenen oder violetten Blüten. In den Kelchen bilden sich Kapseln, die sich im Spätsommer öffnen und dort befinden sich kleine schwarze einförmige Samen, die leicht ausfallen. Die Blüten befinden sich in den Verzweigungen der Äste und bilden nach dem Verblühen einen Kelch. Der Kelch besteht aus 4 bis 5 Kelchblättern. Meistens ist er mit vielen spitzen und harten 0,5 bis 3,2 cm Stacheln versehen, was ein einfaches und gefahrloses anfassen unmöglich macht. Der Stechapfel hat gerade in den frühen amerikanischen Kulturen eine medizinische und zeremonielle Bedeutung. Bereits seit vielen jahrhunderten wurden sie, richtig angewendet, als Heilkräuter eingesetzt. Die Stechapfelpflanze hat eine heilende Wirkung bei Asthmaerkrankungen, Keuchhusten, Bronchialerkrankungen und als Krampflöser. Sie wird teilweise auch heute noch eingesetzt. Eine richtige und genaue Dosierungsfestsetzung ist relativ schwer durchzusetzen, dadurch kann es sehr leicht zu Vergiftungen und durch Atemlähmung bis zu Todesfällen kommen. Auftretende Vergiftungserscheinungen sind unter anderem Schläfrigkeit und Halluzinationen, Herzrhythmusstörungen, Bewusstlosigkeit und Erweitung der Pupillen. Allerdings wurde und wird auch heute nach der Stechapfel als Rauschmittel eingesetzt. Sie führen zu einer Veränderung des Bewusstseins und wurde bereits früher von heiligen Männern benutzt, um Kontakt mit den Göttern und Ahnen aufzunehmen. Die Nutzung von Stechapfelteilen kann zu schweren Halluzinationen führen. Die Rauschnachwirkungen können über mehrere Wochen anhalten und sind sehr gefährlich. Sie können zu Selbstverletzungen und Horrortripps führen.
Der Stechapfel gilt als Aphrodisiakum, also als Mittel zur Wiedererlangung der sexuellen Begierde und wird in asiatischen und lateinamerikanischen Ländern verschiedenen alkoholischen Getränken zugesetzt. Bei der ersten offiziell durchgeführte Operation bestand der Hauptbestandteil des benutzen Narkosemittels aus Stechapfelteilen. In der heutigen Zeit wird der Zierapfel größtenteils als Garten- und Zierpflanze benutzt. Getrocknet findet er in vielen Herbst- und Weihnachtssträußen Verwendung. Allerdings gilt es etwas Vorsicht zu wahren, weil sie sehr giftig ist.
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