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Sonstiges

Tollkirsche (Atropa belladonna)

TollkirscheDie Hexendroge!

Die Tollkirsche (Atropa belladonna) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist auch unter dem Namen Mörderbeere oder Teufelskirsche bekannt.

Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mitteleuropa, Südeuropa, Nordafrika und Asien.
Sie wächst überwiegend auf feuchten, kalkhaltigen Böden und bevorzugt halbschattige bis helle Standorte. Deswegen sieht man sie recht häufig in Waldlichtungen, in Mischwäldern oder an Waldrändern.

Dieses Nachtschattengewächs erreicht eine stattliche Höhe von etwa 1.50 Metern und wächst meist in Buschform. Die Stängel sind stark verzweigt und treiben nahezu überall lanzettenförmige Blätter aus, welche bis zu 20 cm lang werden und stark geadert sind.
An den Blattansätzen entfalten sich die Blüten aus denen sich später die Früchte entwickeln. Sie haben die Form eines Glöckchens, werden bis zu 3 cm groß und sind farblich in einem dunklen Lila gehalten. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August.
Die Früchte selber glänzen in einem schönen dunklen Violett und beinhalten viele einzelne Samen.

Ihre Giftigkeit sollte man allerdings nicht unterschätzen, denn alle Pflanzenteile enthalten unterschiedliche giftige Zusammensetzungen. Am giftigsten ist jedoch die Beere, denn schon die geringe Menge von 2 - 5 Beeren kann bei Kindern zum Tode führen. Bei Erwachsenen liegt die tödliche Dosis bei etwa 20 Beeren.
Ursache sind die verschiedenen Gifte wie: Atropin, Scopolamin, Gerbstoffe, Cumarine, Flavonoide und Nikotin.
Nur Vögeln scheint dieser Giftcoctail in den Früchten nichts auszumachen.

Vergiftungserscheinungen äußern sich durch Herzrasen, Erweiterung der Pupillen, Hautrötungen, Krämpfe, Bewußtseinsstörungen, trockene Schleimhäute. Ferner wird die Funktion der Magensaftdrüsen eingeschränkt wodurch das Erbrechen unterdrückt wird.
Dazu kommen Tobsuchtsanfälle, wodurch diese Pflanze ihren Namen erhielt. Der Tod tritt meist durch Atemlähmung ein.

Als Arzneimittel wird die Pflanze als Gegenmittel bei Insektenstichen oder bei Asthma eingesetzt. Ferner dient sie auch als Narkosemittel und als Mittel gegen Erbrechen.

Im Mittelalter spielte diese Pflanze besonders im Hexenkult eine große Rolle und wurde oft zu Giftmorden benutzt.

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