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Wiederspänstiges Kraut!
Die Ackerwinde ist ein Nachtschattengewächs und zählt zur Familie der Windengewächse. Mittlerweile ist diese krautartige Pflanze nahezu auf der ganzen Welt beheimatet. Ursprünglich traf man sie allerdings nur in Europa an. Obwohl sie den Namen "Ackerwinde" trägt, findet man sie nicht nur auf Äckern, sondern auch an Wegesrändern, Schuttplätzen oder Wiesen. Oft zum Arger von Gartenbesitzern auch in Nutz - und Ziergärten. Diese Pflanze entwickelt zwar sehr schöne, trichterförmige Blüten, doch bei Gärtnern wird sie oft als Unkraut bezeichnet. Sie schlängelt sich in rasendem Tempo, binnen weniger Stunden an Kulturpflanzen empor und schränkt diese dadurch deren Wachstum ein.
Betrachtet man sich die Ackerwinde genauer, so erkennt man im Aufbau eine äußerst zarte Pflanze. Ihre dünnen, hellgrünen Stängel sind sehr elastisch und biegsam. Aus ihnen treiben kräftige Blätter, welche spitz zulaufen. Ein besonderer Blickfang sind die großen Blüten. Sie erscheinen von April in Oktober in den Farben Weiß - Rosa. Oft erreichen sie einen Durchmesser bis zu 4 cm. Besonders Insekten wie Hummeln, Bienen, Schmetterlinge und auch Käfer können ihren prächtigen Blüten nicht widerstehen, zudem sie auch reichhaltig an Nektar sind. Da sie ein weit verzweigtes Wurzelwerk besitzt, ist es nicht ganz einfach sie aus dem Garten zu verbannen. Nahezu überall sprießt sie aus dem Boden und fühlt sich an sonnigen Lagen besonders wohl. Um ihren Wachstum einzudämmen hilft es nur, die gesamte Pflanze mit Wurzel zu entfernen. Eine mühselige, aber effektive Arbeit.
Von Gärtnern wird, wie schon erwähnt, die Pflanze nicht besonders geliebt. In der Naturheilkunde schätzt man sie dagegen sehr. Ihre Blätter enthalten Glykoside, welche bei Herz - Kreislaufbeschwerden eingesetzt werden. Auch gegen Blähungen, Verstopfungen oder Gallenschwäche bedient man sich gerne ihrer natürlichen, heilenden Unterstützung. Ein angesetzter Tee oder Sud aus den Blüten unterstützt die Heilung von schlecht heilenden Wunden und kann fiebersenkend wirken. Dennoch ist Vorsicht geboten. Die Ackerwinde enthält neben ihrer heilenden Bestandteile auch Giftstoffe.
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