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Die beliebte Frühlingsblume, die in manchen Gebieten auch Märzenbecher, Falscher Narzissus oder Trompeten-Narzisse genannt wird, trägt eigentlich den Namen Gelbe Narzisse. Der wissenschaftliche Name dieser Pflanze ist Narcissus Pseudonarcissus, was übersetzt Falscher Narzissus bedeutet. Die Osterglocke gehört zur Familie der Amaryllis und ist entfernt mit den Lilien und sogar mit dem Spargel verwandt.
Die Verwandtschaft mit der Lilie zeigt sich bei der Anordnung der Blütenblätter. Die Osterglocke besitzt einen gelben Blütenkelch, der von sechs schmaleren, gelben Blütenblättern umgeben ist. Die Ähnlichkeit zum Spargel bzw. auch zur Frühlingszwiebel ist nicht zu übersehen, wenn man sich den Blütenstängel und die Blätter der Osterglocke ansieht. Die Osterglocke wird bis zu 40 cm hoch und ist mehrjährig. So schön dieser Frühlingsblüher auch ist – er ist sehr giftig und seine Stoffe können zu Hautreizungen führen. In der Natur kommt die Osterglocke heute nur noch selten vor. War sie einst in West- und Mitteleuropa weit verbreitet, so steht die Wildform der Falschen Narzisse heute unter Naturschutz. Bekannter sind indes die kultivierten Formen, die ab März in Parks und Gärten blühen. Durch die Zucht und Veredelung sind von dieser Pflanzenart inzwischen mehrere tausend unterschiedliche Sorten entstanden. Diese kultivierten Gelben Narzissen werden über Zuchtknollen gezogen, die im Herbst vor dem 1. Frost in die Erde gebracht werden. Während des einjährigen Wachstumszyklus bilden sich oft Tochterzwiebeln, die dann zur Vermehrung der Pflanze verwendet werden können. Eine weitere Vermehrungsart ist die Teilung der eigentlichen Mutterzwiebel, die auch Brutzwiebel genannt wird.
Die Inhaltsstoffe der Osterglocke sind zwar sehr giftig (Alkaloide, bspw. Narcissin, Galantamin und Lycorin), sie wurden jedoch in der Antike und auch in späteren Jahrhunderten gegen eine Vielzahl von Krankheiten, z. B. bei Keuchhusten, gegen eine Vielzahl von Hautkrankheiten und sogar als Brechmittel, verwendet. Auch heute noch werden diese Inhaltsstoffe vereinzelt in der alternativen Medizin, vor allem in der Homöopathie, gegen genau diese Krankheiten, meist als Globuli, eingesetzt.
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