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Sonstiges

Saatmohn (Papaver dubium)

leider kein BildDer Saatmohn ist ein in Europa heimischer Vertreter aus der Familie der Mohngewächse. Die Pflanze ist meist einjährig, kann unter günstigen Bedingungen jedoch auch überwintern.
Die Verbreitung des Saatmohns ist von kultiviertem Land abhängig, wobei er jedoch weniger auf bestellten Feldern wächst, sondern Brachflächen, sowie Straßenränder und Bahndämme bevorzugt. Der Saatmohn ist eine Flachlandpflanze und in Berglandschaften selten und wenn, dann nur in bewirtschafteten Gebieten anzutreffen. Das Verbreitungsgebiet des Saatmohns reicht von Nordafrika, über Mitteleuropa bis hin zu den britischen Inseln. Dabei ist er stellenweise ebenso häufig anzutreffen wie der Klatschmohn.

Die botanische Bezeichnung des Saatmohns ist Papaver dubium. Er wird maximal einen Meter hoch, abhängig von den Wachstumsbedingungen meist jedoch nur einen halben Meter. Die Pflanze verzweigt sich am Hauptstängel, manchmal auch an der Stängelbasis. Die Blütezeit ist von Mai bis Juli, während der der Saatmohn zwittrige Blüten hervorbringt. Die Anzahl der Blüten ist wie die Höhe der Pflanze von der Standortqualität ab.
Die Blüte besteht aus zwei Kelchblättern, die beim Öffnen der Blüte abfallen und vier Kronblättern. Bekannte Blütenfarben sind Zinnober- bis Dunkelrot. Auch eine weiß blühende Form existiert. Die ausgebreiteten Blüten sind fünf bis sieben Zentimeter groß. Die Zwitterblüten enthalten sowohl Fruchtblatt wie auch Staubblätter, so dass eine Selbstbefruchtung möglich ist. In der Praxis erfolgt jedoch auch beim Saatmohn die Befruchtung in der Regel durch Nektar sammelnde Insekten. Fünf bis sechs Wochen nach der Befruchtung bildet die Pflanze Samenkapseln aus, die im Gegensatz zum Klatschmohn eine lang gezogene Form. Die Verbreitung der Samen erfolgt durch den Wind oder Tiere. Die Keimung der Samen erfolgt spontan im nächsten Frühjahr, jedoch können sie auch jahrzehntelang im Boden überdauern.

In Europa wird Saatmohn meist als Unkraut angesehen und hat außer als hübsche Wildblume keinen praktischen Nutzen. Lediglich in Werken der indischen Medizin wird eine schweißtreibende Wirkung der Pflanze beschrieben.
Die Samen werden höchstens für Vogelfutter verwendet. Auch die Samenkapseln der Wildblumen dienen Vögeln als Futterquelle. Für die beim Backen gern verwendeten Mohnsamen werden ausschließlich Samen des Opiummohns (Papaver somniferum) benutzt. Dieser wird im Gegensatz zum Saatmohn kultiviert und zwar nicht nur als Grundlage der Rauschgiftherstellung.

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