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Das Pfaffenhütchen ist ein Strauch, der bis zu 3 m hoch wird oder ein kleiner Baum, der bis zu 6 m hoch werden kann. Es hat seinen Namen von seinen Früchten, deren Form einer Kopfbedeckung katholischer Geistlicher ähnelt.
Man findet das Pfaffenhütchen fast überall in Europa. Es wächst an Waldrändern, an Hecken, in Gebüschen und an Abhängen. Zum Gedeihen benötigt das Pfaffenhütchen einen feuchten Lehmboden, der nährstoffreich, salzarm und kalkhaltig sein sollte.
Der Strauch oder Baum wächst aufrecht und hat viele kleine Zweige. Daher gehört es zur Gattung der Spindelbaumgewächse und wird auch Gewöhnlicher Spindelstrauch genannt. Andere Namen des Pfaffenhütchens sind Europäisches Pfaffenhütchen, Gemeines Pfaffenhütchen, Pfaffenkäppchen, Pfaffenkapperl, Spillbaum oder Spindelbaum. Der botanische Name des Pfaffenhütchens ist Euonymus europaeus. Das Pfaffenhütchen ist ein Strauch oder Baum, der im Winter seine Blätter verliert, aber noch grüne Zweige behält. Die Zweige und Äste sind vierkantig. Die Blätter werden 3 – 8 cm lang und haben die Form eines Eis oder einer Ellipse. Sie können aber auch lanzettlich aussehen, dies bedeutet, dass sie drei- bis viermal länger als breit sind und oben spitz zulaufen. Im Herbst färben sich die Blätter orange bis leuchtend rot, weshalb das Pfaffenhütchen häufig als Zierstrauch zu finden ist. Alle Teile des Pfaffenhütchens sind für Menschen und Tiere stark giftig. Früher wurde das Pfaffenhütchen als harntreibendes Mittel in der Naturheilkunde verwendet, heute wird es aber in der Heilkunde gar nicht mehr eingesetzt.
Es blüht von Mai bis Juni mit kleinen, unscheinbaren Blüten. Diese sind gelblich-grün und wachsen in Dolden. Von August bis Oktober reifen die Fruchtkapseln. Diese sind meist orangerot, es gibt aber auch Pfaffenhütchen mit weißen oder rosa Früchten. In den Früchten befinden sich 1 bis 4 weiße Samen, die von orangefarbigem Fruchtfleisch umgeben sind. Wenn die Früchte reif sind, springen sie auf und die Samen hängen an Fäden heraus.
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