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Die sommergrüne Esskastanie ist einer der typischsten Bäume in unseren Gefilden mit hohem Vorkommen und war bereits in der Vergangenheit für viele Menschen überlebenswichtig.
Vorkommen und Verbreitung der PflanzeDa man die Esskastanie in ihrer heutigen Form bereits seit der Antike kennt, ist ihr genauer Ursprung nicht festzustellen. Vorwiegend findet man diesen Baum in Mitteleuropa sowie im mediterranen Raum. Die Vorkommen enden, grob betrachtet, an den Gebirgsrändern des Mittelmeerraumes. Diese sind zum Beispiel die Pyrenäen, die südlicher Grenze der Alpen, der Kaukasus und weitere. Die Höhengrenzen liegen, je nach Gebirge zwischen 1000 Meter in den Alpen und 1800 Metern im Kaukasus. Sehr starke Populationsdichten finden sich in England, Frankreich, Spanien, Deutschland und den südlichen Teilen Skandinaviens.
Gattung und botanischer NameDie in unseren Breitengraden als Esskastanie bekannte Pflanze bezeichnen Botaniker lateinisch als "Castanea sativa". Diese gehört zur Gattung der Kastanien; in der Fachsprache "Castanea". In Europa ist die Esskastanie der einzige Vertreter dieser Gattung. Übergeordnet gehört die Esskastanie zur Gattung der sogenannten "Fagaceae", den Buchengewächsen. Weitere Bezeichnungen Die europaweit als Esskastanie bekannte Pflanze wird im Volksmund auch als Edelkastanie bekannt. Die essbaren Früchte, die der Baum trägt, heißen Kastanien, Maronen oder Maroni. Aussehen und Aufbau
Im Normalfall wird der Baum etwa 25 Meter hoch, es kann jedoch um mehrere Meter variieren. Die Esskastanie besteht aus sehr kräftigen Wurzeln, den sogenannten Pfahlwurzeln. Diese werden etwa 40 Zentimeter lang. Der Stamm ist sehr breit und zumeist ohne seitliche Triebe. Die Form der Blätter ist ähnlich einer Ellypse mit einer Länge von 12 bis 20 Zentimetern. Der Stiel ist vergleichsweise kurz mit etwa 2 Zentimetern. Die Maronen, Früchte der Esskastanie, sind kugelähnlich und dunkelbraun und befinden sich in einem stacheligen Schutzmantel, der zusammen mit der Frucht abfällt. BlütezeitDie Blütezeit liegt bei der Esskastanie im Juni. Die Besonderheit liegt darin, dass sich die männlichen vor den weiblichen Blüten öffnen. Nutzen und Verwendung
Die Früchte werden schon seit vielen Jahrhunderten als Nahrungsmittel verwendet. Das Holz wird zumeist zu Möbeln verarbeitet und in früheren Zeiten verwendete man die Borke zum Leder gerben.
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