|
Phazelie oder auch Phacelia genannt ist eine Pflanzengattung, die zur Unterfamilie der Hydrophylloideae, also der Wasserblattgewächse gehört. „Phacelia“ kommt von dem griechischen Wort „phakelos“ und bedeutet Büschel. Im Deutschen wird diese Gattung auch Büschelblume, Büschelschön, Bienenfreund oder Bienenweide genannt.Die Phazelia-Arten gibt es als ein-, zwei- oder auch mehrjährige Gewächse. Sie stammen ursprünglich aus Amerika. Bei uns sind sie heute meist in verwilderter Form an Straßenrändern, an Wegen, Äckern oder Abfallplätzen zu finden, oder werden gezielt angebaut. Es handelt sich dabei um recht anspruchslose Gewächse, die aber nicht winterhart sind.
Die Phacelia tanacetifolia, kurz Phazelie genannt, ist auch unter der Bezeichnung Bienenfreund oder Rainfarn-Büschelschön bekannt und in der Landwirtschaft weit verbreitet. Sie gehört zu der Klasse der Dicotyledones, den Zweikeimblättrigen. Sie wird sowohl als Zier- als auch als Nutzpflanze verwendet. Es handelt sich bei ihr um eine einjährige, krautige Pflanze, deren Krone hellblau bis lila ist. Griffel aber auch Staubblätter ragen weit aus der Krone heraus. Der Stängel ist behaart. Die Blätter sind kurzstielig und von einer ovalen bis länglich-ovalen Form. Sie sind wechselständig, also einfach unpaarig und ohne Nebenblätter angeordnet. Die Phazelie kann sowohl kleinwüchsig von etwa 20 Zentimetern sein als auch bis zu einer Höhe von 120 Zentimetern wachsen. Blütezeit ist von Juni bis September. Die Verbreitung der Pflanze erfolgt entweder durch Samen oder durch Stecklinge. Das Wachstum der Keimlinge wird durch Licht unterdrückt. Die Phazelie bevorzugt lockeren, lehmigen Boden und wächst bei einem geringen Wasserbedarf relativ schnell. Das Rainfarn-Büschelschön kommt sogar in Ländern wie Mexiko auf trockenen und felsigen Hängen vor und kann bis auf einer Höhe von 2.000 Metern gedeihen. Der Phazelie kommen gleich mehrere Aufgaben in unseren heimischen Gefilden zu. So wird sie gerne und oft als Imkerpflanze verwandt, da der Honigertrag durch sie sehr hoch ist. Aber auch als Bodenverbesserer ist dieses Gewächs in der heimischen Landwirtschaft bekannt. Im Herbst, wenn die Pflanze nach dem ersten Frost in sich zusammen fällt, wird sie vom Bauern in den Boden eingearbeitet zur Verbesserung desselbigen. Nach der Verrottung übergibt die Phazelie der nachfolgenden Pflanze einen sehr nährstoffreichen Boden. Der Humusgehalt wird durch sie erhalten oder sogar noch erhöht, was die Ertragsfähigkeit steigert und die Phazelie somit zu einer beliebten Vorgängerpflanze bei den Bauern und Gärtnern macht. Durch ihre Blätter kommt es zu einer guten Beschattung des Bodens und somit zur Unterdrückung des Unkrautwachstums Viele Winzer säen daher auch gerne die Phazelie im Frühjahr als Zwischenbegrünung aus. Da dieses Gewächs resistent gegen Schädlinge ist sowie diese in ihrer Ausbreitung hemmt, wird es unter anderem auch gerne beim Rübenanbau als Zwischengewächs benutzt, um seine hemmende Wirkung auf Rüben-Nematoden einsetzen zu können.
 |