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Der Rizinus (Ricinus communis)ist eine Pflanze, die ursprünglich aus Afrika stammt, mittlerweile aber auch hierzulande immer häufiger in Gärten und Parkanlagen zu finden ist, es handelt sich dabei um einen Zierstrauch. Der Rizinius ist unter vielen Namen bekannt, so zum Beispiel als Wunderbaum, Christuspalme, Kreuz- oder Läusebaum. In der Botanik stammt der Gattungsname Ricinus entweder aus dem Hebräischen oder dem griechischen. Während man bei der hebräischen Abstammung davon ausgeht, dass der Gattungsname von rikar, dem Wort für rundlich, stammt und sich auf die Früchte des Rizinus bezieht, ist es im Griechischen das Wort rikonos, von welchem der Name abgeleitet worden sein soll. Dieses steht für Wunderbaum und man nimmt an, dass man den Rizinus wegen seines schnellen Wachstums so genannt hat.
Der Zierstrauch wird hierzulande zwischen ein und zwei Meter hoch. Der Stengel der Pflanze ist sehr dick und meist rötlich bis braun eingefärbt. Bei den Blüten unterscheidet man zwischen den weiblichen Blüten, die man an der roten Farbe erkennt. Sie sitzen oben, darunter verbergen sich die männlichen Blüten, die gelbe Staubgefäße beinhalten. Die Blütezeit des Rizinus ist dabei zwischen Juli und September einzuordnen. Beim Rizinus ist allerdings Vorsicht geboten, denn in den Samen befinden sich giftige Eiweiße. Zu diesen zählt unter anderem das Ricin. Gerade kleine Kinder essen gerne die Samen des Rizinus, die sehr gut schmecken. Je nach Größe des Samenkorns kann der Verzehr eines einzelnen Korns bereits lebensgefährlich werden. Ebenfalls ist die Pflanze für Tiere giftig, weshalb man aufpassen sollte, sucht man Gräser und ähnliches für Hamster, Kaninchen und Meerschweinchen im freien Feld. Denn mitunter erwischt man auch etwas Rizinus, wodurch die Tiere vergiftet werden könnten.
Dennoch findet das Rizinus-Öl Anwendung in der Medizin, es gilt hier sogar als anerkanntes Heilmittel, dem vor allen Dingen eine abführende Wirkung nachgesagt wird. Das Öl selbst ist nicht mit den üblichen Giftstoffen der Pflanze belastet, diese bleiben in den Pressrückständen zurück. Doch nicht nur in der Medizin nutzt man Rizinus, ebenso wird es als Bestandteil bei der Herstellung von Kosmetika eingesetzt. Bei der Produktion von Farben und Lacken greift man gerne auf Rizinus zurück und selbst Motoren können damit geschmiert werden.
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