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Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)

LungenkrautDas echte Lungenkraut, Pulmonaria officinalis, gehört zur Familie der Raublattgewächse (früher Borretschgewächse), lateinisch Boraginaceae. Der Gattungsname Pulmonaria leitet sich von dem lateinischen Wort pulmo für Lunge ab, denn so, wie sich die Farbe des Lungengewebes je nach Sauerstoffsättigung von rot nach blau ändert, ändert sich auch die Blütenfarbe dank des Blütenfarbstoffs mit zunehmendem Alter der Pflanze.

In älteren Bestimmungsbüchern ist das Lungenkraut unter dem botanischen Namen Pulmonaria maculosa zu finden, eine Unterart des Lungenkrauts trägt den Artnamen maculosa (gefleckt) noch heute. Er bezieht sich auf die Gestaltung der Blätter, die mit weißen Flecken übersät sind. In diesem Fall liefert der botanische Name bereits eine Menge Rückschlüsse auf das äußere Erscheinungsbild der Pflanze.

Wie bei vielen Borretschgewächsen üblich, handelt es sich um eine borstig behaarte, krautige, nicht verholzte Staude, die den geneigten Betrachter ausdauernd jedes Jahr wieder mit ihren entzückenden kleinen fünfzähligen Blüten erfreut, die in Wickeln angeordnet sind und an einem Individuum teilweise alle Schattierungen zwischen rot und blau aufweisen können. Die Blätter sind abgesehen von ihren weißen Flecken grün, grundständig und herz-eiförmig.

LungenkrautLungenkraut wird etwa 20 cm hoch, kommt in Laubmischwäldern, an Waldrändern und Hängen vor und bevorzugt frische, nährstoffreiche sowie kalkhaltige Lehm- und Tonböden. Verbreitet ist die Pflanze in ganz Europa, wobei sie den Süden und Osten dem Norden und Westen vorzieht.
Blütezeit ist von März bis Mai, für die Bestäubung sind Insekten wie Bienen und Hummeln zuständig, für die Verbreitung der Früchte (vier kleine Nüsschen pro erfolgreich bestäubter Blüte), sind unter anderem Ameisen zuständig.

Der botanische Artname officinalis lässt historisch auf eine medizinische Verwendung des Lungenkrauts schließen, er bedeutet auf deutsch soviel wie arzneilich oder gebräuchlich. So wurde das Lungenkraut als Heilpflanze gegen Husten und Bronchitis sowie bei Entzündungen angewendet. Ähnlich wie Borretsch kann man mit Lungenkraut, auch Hirschkohl oder Hirschmangold genannt, den Geschmack verschiedener Gerichte verfeinern.

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