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Die Kugelprimel trägt die lateinische Bezeichnung Primula denticulata und gehört der Familie der Schlüsselblumengewächse an. In heimischen Gärten zählen die kräftigen Staudenpflanzen zu den ersten Frühlingsboten. Hierdurch lässt sich auf die lateinische Wortentsprechung “primus” für “erster” schließen.
Bereits nach den letzten Frösten zeigen sich die ersten hellgrünen, rosettenartigen Blätter der Pflanze, welche leicht gezähnt und behaart sind und Längen von bis zu 20 Zentimetern erreichen können. An kräftigen Stielen erscheint zwischen März und April der kugelige Blütenstand. Die Höhe der Stiele ist unterschiedlich. Je nach Zuchtform können bis zu 30 Zentimeter erreicht werden. Kugelprimeln kommen in den Farbstellungen blau, rosa, violett oder reinweiß vor. Die Samen der Pflanze befinden sich in der halbrunden Kapselfrucht. Möchte man im Frühling eine üppige Blütenpracht genießen, sollten die Kugelprimeln im Herbst in die Erde gebracht werden. Ebenfalls lässt sich die Pflanze durch Teilung vermehren. Hierfür nimmt man die Kugelprimel aus der Erde und zieht an den Wurzelteilen. Bereits im Spätsommer werden die Blätter welk und die Pflanze bildet sich zurück. Kugelprimeln sind uneingeschränkt winterhart und bedürfen keiner weiteren Pflege. Die ursprüngliche Heimat der Kugelprimel ist Asien. Besonders in Afghanistan, Nepal, Bhutan oder China wächst die Pflanze bevorzugt in Höhenlagen zwischen 1 000 und 4 000 Metern. Als Kulturpflanze Beachtung fand die Kugelprimel nachweislich bereits Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Pflanze in ihrer heutigen Form entwickelte sich aus verschiedenen Zuchtformen und geht vermutlich auf die Unterart Primula auricula zurück. Kugelprimeln sind ein Blickfang in Steingärten und Blumenbeeten, geläufig sind die Arten Alba, Rubin, Blaue Auslese oder Dunkle Farben. Kugelprimeln bevorzugen einen hellen bis halbschattigen Standort. Wichtig ist ein feuchter und nährstoffreicher Boden. Kalkböden lassen sich durch das Einarbeiten von Torf neutralisieren. Wählt man einen sonnigen Standort, wird die Pflanze dies bei ausreichender Bewässerung nicht übel nehmen. Ausgesprochen hübsch im Blumenbeet machen sich in willkürlicher Anordnung gepflanzte Kugelprimeln. Auf Grund ihres hohen Anteils an Primin enthält die Pflanze starke Kontaktallergene. Vorsicht ist geboten bei ständigem engen Kontakt mit der Kugelprimel.
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