Start Pflanzen Familien Pottiaceae (Pottiaceae) Mauer-Drehzahn (Tortula muralis)
Hauptmenü

Neue Beiträge

Weiterempfehlen
Bookmarken oder Empfehlen Sie uns weiter.


Sonstiges

Mauer-Drehzahn (Tortula muralis)

Mauer-DrehzahnDer Mauer-Drehzahn, botanisch Tortula muralis genannt, gehört der Familie der Pottiaceae an, einer Unterart der Laubmoose. Laubmoose stellen mit 15.000 Arten den Großteil der in Deutschland verbreiteten Moose dar, sind aber auch in den meisten anderen Teilen der Welt zu finden.

Der Mauer-Drehzahn gehört zu den weltweit am häufigsten vorkommenden Moosarten. Im Gegensatz zu den meisten anderen Moosarten, die vorwiegend einen feuchten und kühlen Lebensraum bevorzugen, siedelt sich der Mauer-Drehzahn auch an sehr trockenen und sonnenintensiven Orten an. Ursprünglich auf Kalkfelsen angesiedelt ist er heutzutage an vielen Mauern und Steinbauten weltweit zu finden. Der Mauer-Drehzahn breitet sich sowohl auf waagerechten wie auch senkrechten Flächen aus, wodurch vor allem an Mauern oft Moosüberhänge entstehen.

Mauer-DrehzahnDen Mauer-Drehzahn erkennt man vor allem an seinem sehr dicht gedrängten Blattbesatz, der sich aus kleineren Blättern im unteren Teil und schmaler zulaufenden abgerundeten Blättern im oberen Bereich zusammensetzt und eine maximale Höhe von 1 cm erreicht. Aus den einzelnen Blättern treten feine Fäden, so genannte Glashaare aus, die es dem Moos ermöglichen, es vor zu hoher Lichtreflektion zu schützen und es gleichzeitig mit Feuchtigkeit aus der Luft versorgen. Der Blattbesatz weist in trockenem Zustand eine bläulichgrüne, bis graue Farbbeschaffenheit auf, im feuchten Zustand zeichnet er sich durch eine grasgrüne Farbe aus.

In der Blütezeit treibt der Mauer-Drehzahn Sporenkapseln an bis zu 2 cm langen Kapselstielen aus, die von einem anfänglichen Gelbton schließlich zu einer rotbraunen Farbgebung wechseln, die sie bis in den Winter hinein beibehalten. Die Sporenkapseln zeigen als aufrechte schlanke Zylinder gen Himmel und weisen an ihrer Spitze mehrfach gedrehte Peristomzähne auf. Mithilfe dieser Peristomzähne kann die Sporenkapsel je nach Witterungsverhältnis verschlossen oder geöffnet werden, um die Sporen nur bei trockener Witterung freizusetzen.

Über die genaue Blütezeit ist bisher nur soviel bekannt, dass die Sporenkapseln in der sonnenintensiven Zeit, also während der Sommermonate, austreiben. Eine Verwendung in der Medizin und Gastronomie wurde bisher nicht gefunden.

Kommentare (0)add
Kommentar schreiben
kleiner | groesser

busy
 
Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb von Pflanzen-Arten.de ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.
Copyright © 2008-2010 Pflanzen-Arten.de. Alle Rechte vorbehalten.